Erfahrung schon seit 1987
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
DURCHBLUTUNGSSTÖRUNG
In Deutschland leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung über 55 Jahre an Durchblutungsstörung. Männer sind ca. sechs Mal häufiger betroffen als Frauen.
Bei einer Durchblutungsstörung unterscheidet man ven öse (= die Blutader betreffende) und arter ielle (= die Schlagader betreffende).
Im Unterschied zur arteriellen Durchblutungsstörung
tritt eine ven öse Durchblutungsstörung des Gehirns
fast immer langsam auf und äußern sich durch langsam zunehmende
Kopfschmerzen
mit wechselnden Symptomen und durch epileptische Anfälle
(=
Krampfanfälle).
Ansonsten macht sich eine ven öse
Durchblutungsstörung
hauptsächlich im Bereich der
Beine
bemerkbar. An Symptomen (= Krankheitszeichen)
finden sich
Bein
schwere, gehäufte
Wadenkrämpfe, in schwereren Fällen Ödeme (=
krankhafte Flüssigkeitsansammlungen) und Spannungsgefühl, Hautveränderungen
mit Juckreiz , schließlich kann es sogar zu einem
schmerz
haften
Ulcus cruris
(=
offenes Bein)
kommen.
Eine ven öse Durchblutungsstörung liegt bei
der chronisch
venösen Insuffizienz vor, die häufigste
Störung des venösen Systems. Eine chronisch
ven öse
Insuffizienz besteht, wenn anlagebedingt die Venenwand geschwächt ist und
/ oder die sog. Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren. Dadurch
"versackt" das Blut in den Venen und staut sich. Man spricht dann von
einer sog. venösen Abflußstörung. Diese Stauung äußert sich in tagsüber
zunehmendem Schwere- und
Schmerz
gefühl sowie in
Bein
schwellungen.
Eine ven öse
Insuffizienz liegt vor, wenn der Knöchelumfang morgens und abends um mehr als
1,5 cm differiert.
Mehr über die ven öse
Durchblutungsstörung erfahren Sie hier:
www.venoese-durchblutungsstoerungen.de (einfach anklicken).
Eine plötzlich einsetzende, gravierende Durchblutungsstörung kann dramatische Folgen haben, wie uns die Beispiele Herzinfarkt und Schlaganfall lehren.
Eine arter ielle (=
die Schlagader betreffende) Durchblutungsstörung kann sowohl
organisch als auch
funktionell-vasospastisch (=
durch funktionelle Engstellung) bedingt
sein. Dabei sind fließende Übergänge wie beim
Ergotismus
oder dem Morbus Raynaud
möglich.
Die Symptome (=
Krankheitszeichen) der organischen
arteri ellen Durchblutungsstörung hängen vom Ausmaß der Stenosierung (=
Verengung) ab, aber auch davon, wie rasch
sich diese entwickelt, denn bei langsamem Fortschreiten können sich
Kollateralen (= Gefäße, die die
Engstelle umgehen bzw. überbrücken) bilden.
Deshalb reicht die klinische Symptomatik von einer unbestimmten Mißempfindung
in den
Beinen über die klassische
Claudicatio intermittens (=
"Schaufensterkrankheit",
"Schaufensterbeine")
bis zu
heftigsten akuten
Schmerzen, verursacht durch eine Embolie
(= plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes).
Bei Belastung zunehmende
Schmerz
en,
Blässe und Untertemperatur der Haut, abgeschwächte oder fehlende periphere
Pulse, Neigung zu Nekrosen (= örtlicher
Gewebstod) und sono- bzw. angiographisch (=
Untersuchungen mittels bildlicher Darstellung der Blutgefäße)
nachweisbare organische Strömungshindernisse sind die charakteristischen
Merkmale einer Durchblutungsstörung.
Das wichtigste differentialdiagnostische (= was sonst noch an Krankheiten in Frage kommen könnte) Kriterium bei einer Durchblutungsstörung ist, daß die Schmerzen vor allem unter Belastung auftreten, in schweren Fällen auch in Ruhe und nachts, während bei Erkrankungen des orthopädischen bzw. neurologischen Formenkreises ein Loslauf- und/oder Beuge schmerz vorhanden ist, bzw. Parästhesien (= Mißempfindungen) auftreten. Schmerzen bei Durchblutungsstörung infolge einer chronischer Veneninsuffizienz (= Störung des Blutrücktransportes) erscheinen vor allem in Ruhe nach Belastung und in der zweiten Tageshälfte zunehmend.
Patienten mit Durchblutungsstörung aufgrund einer obliterierenden Atherosklerose (= zum Gefäßverschluß führende Verhärtung und Verdickung der Gefäßwand) weisen in der Regel die bekannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie Nikotinabusus, Hypertonus (= zu hoher Blutdruck) und Fettstoffwechselstörungen auf. In diesem Zusammenhang ist die sog. arterielle Verschlußkrankheit zu erwähnen.
Manifestiert (= erkennbar werden) sich eine Durchblutungsstörung in relativ jugendlichem Alter, vor allem bei Männern, muß bei exzessivem Nikotinabusus (= Nikotinmißbrauch) an eine Thrombangitis obliterans (= zum Verschluß führende Entzündung der Gefäßwand) gedacht werden. Ätiologisch (= ursächlich) wird eine Autoimmunreaktion (= eine gegen körpereigene Stoffe gerichtete Immunreaktion) vermutet, im Unterschied zur Verschlußkrankheit atherosklerotischer Genese (= verursacht durch chronisch fortschreitende, herdförmige Veränderungen der Zellen der Gefäßinnenschicht) sind der Komplementfaktor C4 erniedrigt und die Antielastin-Antikörper häufig erhöht (Siegenthaler et al. 1984).
Eine arter ielle Durchblutungsstörung bei Diabetikern ist meist mit einer Polyneuropathie kombiniert, die sehr häufig im Vordergrund steht. Sie äußert sich zunächst in Kribbel-- Parästhesien (= Mißempfindungen in Form von Kribbeln), später in Brennschmerzen und schließlich in Hypästhesie (= verminderte Empfindlichkeit für Sinnes- bzw. Berührung sreize). Im Gegensatz zur blassen kalten Haut bei der arteriellen Verschlu ßkrankheit weist ein diabetischer Fuß eine rote, häufig glänzend atrophische (= Gewebsschwund infolge Mangelernährung) Haut mit Überwärmung auf. Die peripheren Reflexe sind nicht auslösbar, und der Stimmgabeltest objektiviert eine verminderte Tiefensensibilität (= das Lage- u. Bewegungsempfinden, Vibrationsempfinden u. Zahlenerkennen).
Bei der Raynaud Krankheit bzw. beim Raynaud-Syndrom, das häufig bei Kollagenosen (z.B. Sklerodermie (= Defekt im Immunsystem mit Bindegewebsverhärtung)) auftritt, führen Gefäßspasmen (= überschießende Verengung infolge Zusammenziehen der Gefäßmuskulatur) zu Durchblutungsstörung en im Bereich einzelner Glieder, in schweren Fällen sind auch Nekrosen (= örtlicher Gewebstod) möglich. Manchmal gelingt der Nachweis von Kälteagglutininen (= Antikörper, die bei niedriger Temperatur die roten Blutkörperchen zum Verklumpen bringen).
Schmerzen in den Armen oder Beinen wie bei der arteriellen Verschlußkrankheit, die bei üblicherweise fehlenden Risikofaktoren vor allem von Frauen im jüngeren oder mittleren Alter angegeben werden, können auf Durchblutungsstörung en infolge eines Ergotismus (= entsteht durch übermäßige Einnahme von Er gotamin-haltigen Medikamenten) hinweisen. Deshalb ist die Frage nach einer Migräne-Anamnese (= Migräne vorgeschichte) mit Ergotaminabusus obligat (= zwingend).
Eine Trophangioneurose als neurovaskuläres Syndrom (= Gefäße und Nerven betreffende Krankrankheitszeichen) liegt bei der Erythromelalgie (Erythrothermalgie) (= eine seltene Hauterkrankung, mit Durchblutungsstörung einhergehend) vor. Diese seltene Hautkrankheit tritt sowohl idiopathisch (= als selbständige, eigene Erkrankung) als auch symptomatisch (= infolge einer anderen Erkrankung) auf, so z.B. bei Gicht, Polycythaemia vera (= Blutkrankheit, bei der die roten Blutkörperchen vermehrt sind) oder essentieller (= ohne bekannte Ursache auftretender) Hypertonie (= Bluthochdruck). Neben paroxysmalen (= anfallsartigen), vorwiegend als brennend empfundenen Schmerzen in Händen und Füßen kommt es zu Hyperämie (= vermehrte Blutfülle) und Ödeme (= krankhafte Flüssigkeitsansammlung) in den befallenen Körperbereichen. Wärmeexposition verstärkt die Beschwerden.
Therapie der arteriellen Durchblutungsstörung:
Im frühen Stadium
einer Durchblutungsstörung sollten ein Gehtraining und eine spezielle Gymnastik durchgeführt werden,
außerdem
Bewegung sbäder und
Unterschenkel
güsse.
Neuerdings führen wir bei einer
Durchblutungsstörung im Bereich der unteren
Extremitäten
(=
Beine) zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis-Therapie durch. Die Unterschenkel des
Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen
Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz
pulssynchron (= in Abhängigkeit vom Pulsschlag)
zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales (=
im Takt mit dem Pulsschlag) Gefäßtraining. Mehr
über diese Therapie erfahren Sie hier:
www.1-avk.de (einfach anklicken).
Medikamentös werden immer
wieder durchblutungsfördernde Mittel wie
Naftidrofuryl, Pentoxifyllin und
Buflomedil versucht, der Erfolg ist aber, gelinde ausgedrückt, bescheiden.
Besser scheint das Prostaglandin
E1-Analogon Alprostadil (Prostavasin®) zu wirken, insbesondere in
Kombination mit einer kontinuierlichen
Nervenblockade (siehe unten).
Zur Prophylaxe (= Vorbeugung) einer
arteriellen Thrombose
(= Bildung eines Blutpfropfes in einer
Schlagader) sollten
Thrombozytenaggregationshemmer
(= Mittel, die das Verklumpen der
Blutplättchen verhindern), wie z. B.
Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin®)
eingesetzt werden.
Wichtig ist natürlich bei einer Durchblutungsstörung auch die Ausschaltung möglicher, auslösender Noxen (= giftigen Substanzen), die Behandlung der Grund- bzw. Begleitkrankheiten und das Management der Risikofaktoren ((z.B. Rauchen (Raucherbein !), Übergewicht, Streß, erhöhte Blutfettwerte, hoher Blutdruck)).
Operative Therapiemöglichkeiten (nur
bei höher- und hochgradiger Durchblutungsstörung)
Es gibt zahlreiche chirurgische Verfahren, um die Durchblutungsverhältnisse zu verbessern.
Von den einschlägigen Fachbereichen (Innere Medizin, Chirurgie) ist bisher noch weitgehend unbeachtet geblieben, daß die moderne Schmerztherapie über sehr wirksame und nachhaltige Methoden zur Behandlung einer Durchblutungsstörung verfügt.
Sehr hilfreich und effektiv
sind bei einer schmerz
haften Durchblutungsstörung und bei allen Erkrankungen, bei denen der
Vasospasmus (=
überschießende Verengung infolge
Zusammenziehen der Gefäß
muskeln) im Vordergrund
steht, sympathikolytische (=
Aufhebung eines gefäßverengenden
Nerven
reizes, aber auch
schmerz
lindernd
wirksam)
Blockaden (=
Betäubungen) (Sympathikolyse),
so für den Bereich des
Becken
s und der unteren
Extremitäten
(=
Beine,
insbes.
Oberschenkel) in Form einer
niedrigdosierten kontinuierlichen epiduralen
(=
rücken
marknahen) Blockade mit
Katheter.
Ebenfalls gute Resultate erzielen wir bei Durchblutungsstörung im Bereich
Unterschenkel /
Fuß mit
einer längerfristigen
kontinuierlichen Blockade des Nervus ischiadicus mit
Katheter (Klatt und
Lees
er,
Schmerz
therap
iezentrum Bad Mergen
theim, 1994) (*siehe unten), da dieser Nerv auch vegetative (=
das unwillkürliche Nervensystem betreffende)
Fasern
mit sich führt.
Für den Bereich der oberen
Extremitäten
(=
Arme)
bietet sich
die wiederholte Stellatumblockade
(=
das
Ganglion stellatum ist eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
an, optimal in
kontinuierlicher Form mit Katheter (*siehe unten). Nachdem der
Plex
us brachial
is (= Arm
nervengeflecht)
ebenfalls reich an vegetativen Fasern ist, können auch Blockaden
dieses Nervengeflechts (*siehe unten) in gehäufter Abfolge sehr
hilfreich sein.
Bei epiduralen (= rücken marknahen) und peripheren (= nicht Rückenmark oder Gehirn betreffenden) schmerz therapeutischen Blockaden wird das langwirkende Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) (z.B. Bupivacain) jeweils verdünnt verabreicht (je nach individueller Wirkung 0,1 bis 0,15 %ig), so daß die Motorik (= Muskelkraft) erhalten bleibt und damit therapieergänzende krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich sind. Die angegebene Wirkstoffkonzentration reicht für eine deutliche schmerz lindernde Wirkung aus.
* Methodenbeschreibungen
Die kontinuierliche epidurale Blockade mit Katheter wird zur Schmerz ausschaltung bei Operationen allgemein oft angewendet, sie eignet sich vorzüglich aber auch zur Therapie einer chronischen Durchblutungsstörung. Bei dieser Methode wird im Bereich der Lende nwirbel ein dünner Kunststoffkatheter in örtlicher Betäubung eingelegt, der dann mehrmals täglich mit einer lang wirkenden, örtlichen Betäubungsmittellösung aufgefüllt wird. Unter dieser Behandlung ist dann die Schmerz empfindlichkeit im Bereich der unteren Körperhälfte vermindert oder gar aufgehoben und es kommt zu einer enormen Zunahme der Durchblutung. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so gewählt, daß die Beweglichkeit, bzw. Kraft, nicht oder kaum eingeschränkt ist, so daß sich der Patient trotzdem frei bewegen kann.
Kontinuierliche Blockade des N. ischiadicus mit Katheter: Bei dieser Methode suchen wir von der Oberschenkel rückseite her, handbreit unter dem Gesäß, den Ischias nerven in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nerven scheide (= Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung (Lokalanästhetikum) eingespritzt. Je nach Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nerven zu einer Verminderung der Schmerz empfindlichkeit bis hin zur Schmerz freiheit. Auch bei dieser Methode kommt es im korrespondierenden Gewebebereich zu einer Sympathikolyse (= Aufhebung eines gefäßverengenden Nervenreizes) und damit zu einer deutlichen Mehrdurchblutung, wie sie medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gespritzte Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann.
Kontinuierliche Blockade des
Ganglion stellatum: Das
Ganglion stellatum
ist eine Schaltstelle im sog. Grenzstrang und ist paarig im tieferen Halsbereich
angeordnet. Nach Infiltration des Ganglions mit einem örtlichen Betäubungsmittel
kommt es zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung im gleichseitigen, sog.
oberen
Quadranten (Kopf
hälfte,
Schulter -/
Armbereich
und
Brustkorb
hälfte).
Es ist unseren Ärzten
schon 1987 gelungen, auch dafür eine Kathetermethode zu entwickeln. Der Katheter
wird dabei von vorne, neben der Luftröhre eingebracht. Diese Methode kann auch
beidseitig angewendet werden, allerdings muß die Füllung alternierend
(= abwechselnd mit Zeitabstand)
erfolgen. Die
Stellatumblockade mittels einer Injektion gehört an sich schon zur
"hohen Schule" der
Schmerztherapie und wird nur von wenigen, erfahrenen Ärzten
durchgeführt, nicht zuletzt wegen den Komplikationsmöglichkeiten. Die
Möglichkeit einer kontinuierlichen Blockade mit einem Katheter ist daher
optimal.
Kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis (= Armnervengeflecht) mit Katheter: Bei dieser Methode wird im Bereich der Innenseite des Oberarm es, nahe der Achselhöhle in örtlicher Betäubung der Arm nerv mit einer Kanüle aufgesucht. Dann wird durch diese Kanüle hindurch ein dünner Kunststoffschlauch in die Nervenscheide (= den Nerv umhüllendes Gewebe) eingeführt und nach oben, zur Schulter hin, vorgeschoben. In den nächsten 2-3 Wochen wird der Kunststoffschlauch mehrmals täglich (bei Bedarf auch nachts) mit einem örtlichen Betäubungsmittel aufgefüllt. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so gewählt, daß die aktive Beweglichkeit erhalten bleibt, die Schmerz empfindlichkeit jedoch deutlich herabgesetzt oder aufgehoben ist. Im Stadium der deutlichen Schmerz linderung oder Schmerz freiheit kann dann intensiv und vor allem sinnvoll krankengymnastisch behandelt werden. Auch bei dieser Blockade kommt es im gesamten Arm zu einer Sympathikolyse (= Aufhebung eines gefäßverengenden Nerven reizes) und damit zu einer deutlichen Mehrdurchblutung, wie sie medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gespritzte Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann.
Nach einer längerfristigen Blockadebehandlung (10 bis 14 Tage) ergibt sich in den meisten Fällen, ähnlich wie bei einem Gefäßtraining, eine anhaltende Weiterstellung der Blutgefäße und damit Verbesserung der Durchblutung.
Besonders effektiv ist bei einer Durchblutungsstörung eine Kombination dieser Blockademethoden mit einer Alprostadil (Prostavasin®) - Infusionsserie.
Die aufgeführten Nervenblockaden helfen auch gegen venöse Durchblutungsstörungen.
Patienten mit einer Durchblutungsstörung raten wir, sich vor einem Antrag auf Kostenübernahme durch Krankenkasse oder Rentenversicherung in der für uns zuständigen Schmerzpraxis (ca. 1km von der Klinik entfernt) vorzustellen. der Hintergrund ist der, daß die Kostenträger bei dieser Diagnose nicht so sehr auf den Aspekt "Schmerzen" eingehen und deshalb dann internistische, nicht primär schmerztherapeutisch ausgerichtete Einrichtungen bevorzugen. Mit einem entsprechenden Ambulanzbericht dieser Fachpraxis für "Spezielle Schmerztherapie" kann dann gezielt die Kostenübernahme für unsere Klinik beantragt werden, zumal ja, wie oben dargestellt, die schmerztherapeutischen Methoden bei dieser Erkrankung sogar kurativ (= heilend) wirken und eben nicht nur palliativ (= nur krankheitsmildernd, ohne zu heilen).
Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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